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Madeira


Sao Lourenco


Gegensätze im Osten

Auf eine völlig unerwartete Landschaft treffen wir am östlichen Ende der Insel. Natürlich haben wir bereits bei unserem Urlaub im Jahr 2006 einen Blick auf die Halbinsel Ponta de Sao Lourenco geworfen und auch beim Landeanflug in diesem Jahr hatten wir eine fantastische Sicht auf das Kap. Aber sehen oder darauf entlanglaufen sind zwei verschiedene Dinge.
Morgens gegen 9:30 Uhr können wir direkt neben der Wandertafel am Anfang des Wanderweges parken, keine Autos weit und breit. Bereits jetzt ist es heiß, aber es weht auch ein kräftiger Wind. Und auch wenn die Wanderung in unserem Wanderführer als leicht eingestuft ist, es wird hart werden heute.

Ponta de Sao LourencoPonta de Sao Lourenco Ponta de Sao LourencoPonta de Sao Lourenco Ponta de Sao LourencoPonta de Sao Lourenco Ponta de Sao LourencoPonta de Sao Lourenco

Was aus der Ferne so überschaubar und eben wirkt, ist in der Realität ziemlich gigantisch. Die anderen Wanderer wirken aus einiger Entfernung klein wie Ameisen und die ständigen Auf- und Abstiege sind ganz beträchtlich. Dazu steigt die Sonne immer höher und auch der Wind gibt nicht auf.
Aber auch wenn diese Wanderung etwas anstrengender ist als der erwartete leichte Spaziergang - die Aussichten sind grandios. Die Sonne bringt die unterschiedlichen Brauntöne des Bodens zum Leuchten, Vegetation ist um diese Jahreszeit fast gar nicht mehr vorhanden, dazu das dunkle Blau des Meeres.
Für die gesamte Wanderung haben wir letztendlich 4,5 Stunden benötigt, wesentlich mehr, als die in unserem Wanderführer angegebenen 3 Stunden. Dafür haben wir uns auch viel Zeit genommen, die Schönheit der Landschaft zu genießen und in Fotos festzuhalten. Am Parkplatz erwartet uns dann ein anderes Bild als am Morgen - Autos und Busse soweit das Auge reicht.

Santo da SerraSanto da Serra Santo da SerraSanto da Serra Santo Antonio da SerraSanto Antonio da Serra Santo Antonio da SerraSanto Antonio da Serra

Auch im Osten Madeiras gibt es eine Hochebene, Santo da Serra ist das Gegenstück zur Hochebene Paul da Serra im Westen. Rein optisch unterscheiden sich beide für uns gar nicht - sie hüllen sich in unserer Gegenwart in Nebel.
Inmitten dieser Ebene liegt das Städtchen Santo Antonio da Serra. Unser erster Versuch, dem Ort einen Besuch abzustatten misslingt, es wird gefeiert und es ist nirgendwo ein Parkplatz zu finden. Auch beim zweiten Versuch wird gefeiert, Kirchplatz und Kirche sind festlich geschmückt, dieses Fest findet wohl zu Ehren des Kirchenheiligen statt. Entlang der Stände entdecken wir viele bekannte und unbekannte Köstlichkeiten. Am interessantesten ist hierbei für uns die Zubereitung der traditionellen madeirensischen Fleischspieße Espetada.
Die Spieße sind hier noch ganz klassisch aus Lorbeerzweigen, nicht gut für die Lorbeerbäume aber so gut für den Geschmack ...

Quinta de Santo da SerraQuinta de Santo da Serra Quinta de Santo da SerraQuinta de Santo da Serra Quinta de Santo da SerraQuinta de Santo da Serra Quinta de Santo da SerraQuinta de Santo da Serra

Und direkt hinter dem heute hier aufgebauten Espetada-Stand befindet sich der Eingang zur Quinta de Santo da Serra der Blandy-Familie. Das weitläufige Gelände mit seinem prächtigen Pflanzenbestand ist frei zugänglich. Auf der dem Eingang gegenüber liegenden Seite des Parks befindet sich ein Aussichtspunkt, von dem wir bei dem schönem Wetter bis zur Halbinsel Ponta de Sao Lourenco sehen können.

Ponta de Sao LourencoPonta de Sao Lourenco AnflugAnflug Bild kleinBild gross Bild kleinBild gross

Nicht weit entfernt von der Halbinsel Ponta de Sao Lourenco befindet sich Machico, eine der drei größten Städte Madeiras. Hier betraten portugiesische Eroberer in Jahr 1419 erstmals madeirensischen Boden.